Duisburg: Urteile nach Mafia-Fehde erwartet

12. Juli 2011

Im Verfahren wegen der vor knapp vier Jahren in Duisburg ausgetragenen blutigen Mafia-Fehde soll heute das Urteil gegen den mutmaßlichen Drahtzieher fallen. Die Anklage fordert lebenslänglich Haft für den Haupttäter.

Am frühen Morgen des 15. August 2007 erschoss der Haupttäter laut Anklage sechs Süditaliener vom Pelle-Vottari-Clan. Diese hatten kurz zuvor 18 gewordenen Tommaso Francesco Venturi in den Mafiabund `Ndrangheta aufgenommen. Erschossen hatte diese, so gibt sich die Anklage überzeugt, Rivalen des feindlichen Nirta-Strangio-Familienclans aus San Luca.

Der als Haupttäter beschuldigte Giovanni S., Besitzer von zwei Pizzastuben im niederrheinischen Kaarst, kam recht schnell unter Verdacht. Gegen ihn wird Dienstagmittag das Urteil im kalabrischen Locri erwartet, die italienische Staatsanwaltschaft fordert eine lebenlängliche Haftstrafe. Seine mutmaßlichen Mittäter des Blutbads von Duisburg, S. und G. N., stehen in einem anderen Verfahren vor Gericht.

G.S. plante, so die Überzeugung der Ankläger nach der Auswertung von Telefonaten und Briefen, die Bluttat in Deutschland von langer Hand. Eine Woche vor dem Massaker landete er in Düsseldorf und suchte danach auf dem schwarzen Markt nach Patronen für Pistolen und schusssichere Westen. Hauptziel war wohl ein  Marco Marmo. Der Obermafioso vom rivalisierenden Pelle Vottari-Clan fuhr auch häufig über den Brenner. 2007 versuchte er in der Schweiz und in Deutschland schwere Waffen und ein gepanzertes Auto zu kaufen. Anfang August August traf er in Deutschland ein.

Nach dem sechsfachen Mord floh S. nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Richtung Belgien und dann in die Niederlande, wo ihn die Polizei im März 2009 schnappte. Im Amsterdamer Unterschlupf fanden die Polizei etwa eine Million Euro.

US-Gericht billigt Verkauf von Nortel-Patenten an Microsoft und Apple

12. Juli 2011

Microsoft, Apple, Sony und drei weitere IT-Schwergewichte haben sich in einer Auktion den Patentschatz des untergegangenen kanadischen Telekom-Ausrüsters Nortel Networks gesichert, Mitbewerber Google ging leer aus. Die zuständigen Insolvenzrichter in den USA und Kanada haben in einer Entscheidung dem Verkauf zugestimmt.

Widerstände gegen den Verkauf  gibt es in den USA noch seitens der Wettbewerbshüter und einer Anzahl gemeinnütziger Informationen, welche vermuten, dass ein übermächtiges Oligopol entsteht. Einige Institute und Organisationen haben das US-Justizministerium vor negativen Folgen des Verkaufs der Nortel-Patente für den Markt der Mobiltelefone und die Entwicklung freier Software gewarnt und eine Untersuchung gefordert. Diese argumentieren nicht ganz grundlos, es könne sich eine unfaire Koalition gebildet haben, um Googles Betriebssystem Android auszubremsen.

Die Nortel-Pakete sind sehr wertvoll. Die rund 6000 Patenten und Patentanträge betreffen sehr wichtige Techniken für Mobilfunk und WLAN, Suchalgorithmen und Soziale Netzwerke.

Neben Microsoft, Apple und Sony gehören noch der schwedische Netzwerk-Ausrüster Ericsson, der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) und der Speicherspezialist EMC der siegreichen Gruppe an. Über den Geldsegen von umgerechnet 3,2 Milliarden Euro werden sich die Gläubiger des insolventen Nortel-Konzerns freuen. Die Kanadier gehörten einst zu den führenden Telekommunikationsausrüstern der Welt, gingen aber 2009 nach Milliardenverlusten in der Wirtschaftskrise pleite, weil nahezu alle Konzerne an der Aufrüstung und Modernisierung ihrer Rechenzentren sparten oder größere Projekte auf Grund des von der damaligen Kreditkrise ausgelösten Geldmangels in die Zukunft verschoben. Der Nortel-Konzern wurde von dieser Entwicklung auf dem falschen Bein getroffen, er hatte auf Grund von Zukäufen, aber auch von Fehlentscheidungen des Managements nicht die notwendigen Reserven um dieses Desaster zu überleben.

Adobe arbeitet an einem Hardware-Beschleuniger

14. August 2009

Derzeit arbeitet Adobe an einem Hardwarebeschleuniger, um seinen Flash Player zu optimieren. Man möchte seine Laufzeitumgebungen ausweiten, um auch auf Oberflächen von Handys, Settop-Boxen, TV-Geräten und In-Car-Entertainment-Systemen den Flash Player anzubieten. Um HD Filme wiederzugeben, plant man nun in einer Kooperation mit Broadcom und Nvidia an einem Hardware-Beschleuniger. Grund dafür ist, dass 80 Prozent aller Online-Videos im Flash-Format angeboten werden. Ein normaler Rechner mit aktuellen Prozessoren gibt diese Videos ohne Probleme wieder, jedoch bei Intels Atom und konkurrierenden Embedded-Prozessoren sieht es derzeit noch schlecht aus mit dem reibungslosen Ablauf solcher Videos.

Faustus Eberle: Es geht vorwärts

12. August 2009

Auf der Innenministerkonferenz in Bremerhaven plant man die Vorstellung eines Programms zur inneren Sicherheit. Die Innenminister von Bund und Ländern wollen sich so dem Thema Internet Kriminalität annehmen. Mit diesem Programm wolle man verdeckte Eingriffe in Informationstechnische Systeme durchführen oder Telekommunikationsüberwachung durchführen. Natürlich müssen die Weichen für die Nutzung von modernerer Informations- und Kommunikationstechnik erst gestellt werden. Aus diesem Grund verhandelt man über neue Grundlagen die in Form von Gesetzen die entsprechende Ermächtigung gewährleisten soll.

Faustus Eberle

Handyenergie aus Elektrosmog

7. August 2009

Der gute alte Elektrosmog macht dem einen oder anderen Kopfzerbrechen und andere sehen eine Zukunftsvision. Wie zum Beispiel für Markku Rouvala ein Mitarbeiter im Nokia Research Center in Cambridge. Dort versucht man Radiowellen von WLANs, Mobilfunkantennen, TV-Sendern und anderen Quellen die maximale Stromleistung zu entlocken. Mit einem Prototyp schaffte man eine Stromleistung von 50 Milliwatt, das ist zwar sehr gering, reicht jedoch ein Handy immer im Standby zu halten. Sollte diese Vision Zukunft werden, müsste man sein Handy nie mehr aufladen, es würde dann durch Elektrosmog Energie gespeist werden.

Faustus Eberle: “Web on Rails” am Kiosk

5. August 2009

Das Thema “Web on Rails” ist vielen ähnlich durch “Ruby on Rails” das beliebte Framework für Web-Entwickler. Und genau dieses Thema wurde auch in dem iX Sonderheft aufgegriffen und ist derzeit in jedem gut sortierten Zeitschriften-Laden erhältlich. Dabei werden in der Ausgabe regelrechte Webbaukästen vorgestellt die über Ruby on Rails hinausgehen und sich auch mit Frameworks für die Sprachen ASP.Net, Java, Perl, PHP, Python, Ruby und Smalltalk, Tutorials beschäftigen. Dabei führt man nach und nach auf 148 Seiten in die Arbeit mit Rails, Grails, Silverlight und Flex ein. Als Extra liegt eine DVD bei mit 3 GByte Websoftware und das alles für 12,90 Euro.

Faustus Eberle

Online-Konzepte von ARD und ZDF

31. Juli 2009

Die Konzepte der Online- und Teletextangebote wurden jetzt von den öffentlich rechtlichen Sendern ARD und ZDF an die Bundesländer ausgehändigt. In den Konzepten stehen die bisherigen Angebote und die Konzepte für erweiterte oder neue Ideen geschrieben. Diese Konzepte unterliegen nun der der Prüfung eines Drei Stufen Plan, genau so wie es der Gesetzgeber verlangt. Das ZDF, so heißt es, habe sein Online Angebot komplett neu definiert und vor allem auf Bewegtbilder ausgerichtet. Damit hat das ZDF sich wohl von 80 Prozent seines bisherigen Online Angebots getrennt. Bei der ARD ging es in erster Linie um den Umgang mit ARD.de, DasErste.de, tagesschau.de, sportschau.de und boerse.ARD.de, weiteres ist noch nicht bekannt.

Faustus Eberle: Android-Handys von Motorola

29. Juli 2009

Nach neusten Informationen planen die zwei US-amerikanischen Mobilfunkbetreiber T-Mobile USA und Verizon Wireless ein Motorola auf den Markt zu bringen mit Android Betriebssystem. Bekannt ist bisher, dass es sich wohl um Handys mit Touchscreen und Slide, also eine herausziehbare Tastatur handeln soll. Auf dem Android-Handy von T-Mobile USA sollen wohl schon Anwendungen für Twitter und Facebook vorinstalliert sein. Bisher bietet T-Mobile USA das von HTC gefertigte Android-Smartphone G1 und seit Juli das MyTouch 3G an. Vodafone bietet das MyTouch 3G ebenfalls an aber unter dem Namen HTC Magic.

Faustus Eberle

Nominierungsvorschläge für den Big Brother Award 2009

22. Juli 2009

Noch bis zum 15. Juli können alle Bürger Vorschläge einreichen, wer den Negativ-Preis Big Brother Awards, für bodenlos freche Datenschutzsünder 2009 bekommen soll. Dabei kann man das Online Formular per E-Mail, Fax oder auf dem Postweg einsenden. Der Preis wird wie in jedem Jahr von der FoeBuD vergeben und ist ein Indiz für unglaublichen negativen Datenschutz. Neben dem Namen der nominierten Person oder Organisation ist es auch Notwendig eine Aussagekräftige und vor allem Belegbare Begründung anzugeben. Mit Vorliebe werden Institutionen gebrandmarkt, die durch Verletzung von Datenschutz, informationeller Selbstbestimmung und Privatsphäre, die Installation von Überwachungsstrukturen und uferloses Datensammeln besonders negativ aufgefallen sind. Der Award wird 2009 zum 9. Mal verliehen im letzten Jahr erwischte es den Bundestag und die Telekom.

Faustus Eberle: Mit Gentherapie gegen den AIDS-Virus

14. Juli 2009

Die Forscher waren sich lange Zeit sicher, das menschliche Immunsystem ist dem sich ständig ändernden HIV Virus nicht gewachsen. Nie stellte sich ein entdecktes Mittel als wirklich sicher und im Endeffekt auch hilfreich raus. Jedoch fanden jetzt Forscher der University of Pennsylvania einen Weg, das eigene Immunsystem zu umgehen mit Hilfe einer Gentherapie. Dabei werden durch die Therapie antikörperähnliche Moleküle in Muskelzellen produziert mit denen der Angreifer neutralisiert werden kann. Getestet wurde das Mittel erst an Affen die SIV infiziert waren, SIV ist ein Retrovirus der im Tierreich dem Menschlichen HIV Virus am ähnlichsten ist. Die Test fanden an neun Tieren statt wobei sechs von ihnen keinerlei Anzeichen einer Infektion danach zeigten und drei waren zwar noch infiziert zeigten aber kein abschwächendes Immunsystem.

Faustus Eberle


Faustus Eberle - Urlaub Faustus Eberle - Golf Faustus Eberle - Wintersport Faustus Eberle - Motorsport
Faustus Eberle - Badminton Faustus Eberle - Segeln Faustus Eberle Managertest Faustus Eberle Lebenslauf Faustus Eberle - Wie alles begann